Copyright und Desingn©2012 by Snake Paradise

 

Zucht& Paarung

Hier möchte ich euch ein klein weg bereiter geben für die Zuchtvorbereitung natürlich gibt es Unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen. Auch werde ich hier nicht alle Tricks preis geben ich finde jeder sollte seine eigene Erfahrung machen denn wie sagt man so schön nur aus Fehlern lernt Mann ( trifft allerdings nicht auf jeden Menschen zu).

 

Schon lange vor der eigentlichen Paarungszeit beginnt die Vorbereitung auf die Zucht. So benötigen die Weibchen für die lange, zehrende Trächtigkeit ausreichende Fettreserven, die durch ein forciertes Füttern langsam aufgebaut werden. Von Frühling bis Anfang Herbst erhalten für die Zucht geplante Weibchen daher alle 10 Tage so viele Futtertiere, bis sie nicht mehr fressen mögen.  Nun können neben Ratten auch die größeren , fettreichen Meerschweinchen und Kaninchen verfüttert werden, wenn sie angenommen werden.Zu dieser Zeit nehmen die Zuchtweibchen in der Regel zwei bis drei größere ( nicht zu große ) Futtertiere pro Mahlzeit an. Diese Fütterungsmethode sorgt dafür, dass die Weibchen vor allem an den Flanken und im hinteren Körperdrittel Fettreserven speichern, die während der Trächtigkeit wieder abgebaut werden. Ohne eine bestimmte Menge dieser Futterreserven schreit ein Boa – Weibchen nicht zur Paarung. Der Schwellenwert ist aber bei jedem Tier etwas unterschiedlich. Die meisten Männchen nehmen während der Paarungszeit keine Nahrung auf, sie benötigen also keine sonderlich großen Fettreserven und können somit das Jahr über normal gefüttert werden. Man sollte aber schon im Vorfeld darauf achten, dass die Männchen nicht zu fett werden, da dies, wie erwähnt, einen negativen Einfluss auf die Paarungsaktivitäten haben kann. Sollte das Männchen im Spätsommer etwas dünn erscheinen, so können einige zusätzliche Fütterungen eingelegt werden.

 

Im September wird die forcierte Fütterung der Weibchen beendet und nur noch alle zwei Wochen ein größeres oder zwei mittlere Futtertiere angeboten. Spätestens Ende Oktober stellen beide Geschlechter im Allgemeinen die Nahrungsaufnahme ein.

 

Sind die Tiere vor der Paarungszeit getrennt, so ist es sinnvoll, das Weibchen schon jetzt in dem Becken unterzubringen, in dem es auch während der Trächtigkeit leben soll. Während nämlich die Männchen eher „ gelassen“ auf das Umsetzen von einem Terrarium in ein anderes reagieren, sind Weibchen etwas sensibler und scheinen durch das Umsetzen unnötig Stress zu erleiden. Noch häufiger als über das trennen von Abgottschlangen vor der Zucht wird über einen Temperatur und Lichtzyklus diskutiert. Meine Erfahrung ist das eine achtwöchige Phase mit verkürzter Lichtdauer und herabgesetzten Temperaturen den Boas nicht schadet. Seit vielen Jahren verfahre ich schon so, und habe sehr gute und große Zuchterfolge.

Paarung und Trächtigkeit

Das deutlichste Zeichen dafür, dass das Weibchen paarungsbereit ist, ist die Prä-Ovulation-Schwellung. Drei Wochen vor dem eigentlichen Eisprung ( Ovulation ) fällt sie deutlich auf, da das Weibchen in dieser Zeit meist etwas ausgestreckt daliegt, was für eine Boa sehr untypisch ist. Das Weibchen gibt aber wahrscheinlich auch schon vor dieser Schwellung Pheromone ab, um dem Männchen die kommende Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Ist das Männchen ebenfalls  in Stimmung steht einer erfolgreichen Paarung nun nichts mehr im Wege. Nach diesem mehrwöchigen Vorspiel finden die Paarungen und die eigentliche Ovulation statt. Auch jetzt schwillt die weibliche Boa im hinteren Körperdrittel an und wird etwas dunkler. Meistens erfolgen die Paarungen nachts.

Die Kopulationen erstrecken sich über mehrere Tage bis Wochen, wobei manche Männchen auch mehrtägige Pausen einlegen. Weibliche Boas sind übrigens in der Lage, Sperma zu speichern. Etwa fünf bis zehn Tage nach der Ovulation geht das Weibchen in eine weitere Häutungsphase, und die Augen werden milchig. Es bahnt sich die Post-Ovulations-Häutung an. Diese Häutungsphase dauert deutlich länger als eine wachstumsbedingte Häutung, nämlich 15-21 Tage. Ist der Halter sich sicher, dass die Paarungen erfolgreich waren und dass das Weibchen nun Trächtig ist, so sollte das Männchen aus dem Terrarium des Weibchens entfernt werden, damit es das Weibchen nicht durch weitere Paarungsversuche stresst. Das Boa Weibchen braucht nun soviel ruhe wie möglich. Während der Trächtigkeit sind Abgottschlangen Weibchen sehr wärmebedürftig und liegen meist unter den Heizstrahler in einen engen  Teller , also völlig aufgerollt.

Im Lauf der Trächtigkeit wird die Boa im vorderen Körperabschnitt immer dünner, während das letzte Körperdrittel deutlich an Massigkeit zunimmt- bis zur fünften Woche vor der Geburt. Zu diesem Zeitpunkt wird die Boa wieder etwas dünner, was durch bestimmte Entwicklungsstadien der Jungen hervorgerufen wird und völlig natürlich ist. Erst einige Tage vor der eigentlichen Geburt wird das Weibchen wieder aktiver und scheint nach einem passenden Platz für die Niederkunft zu suchen. Ein bis zwei Tage vor der Geburt führt die Boa schleimigen Kot und Urat ab und bleibt danach meist ruhig am späteren Platz der Geburt liegen.

Etwa 100-120 Tage nach der Post-Ovulations-Häutung bringt die weibliche Boa ihre Jungen zur Welt.

Noch ein guter Rat zum Schluss, wenn die Babys zur Welt gebracht sind ist größte Vorsicht geboten vor der weiblichen Boa. Die liebste Boa wird super aggressiv wenn man ihr die Babys nehmen will. Das Aggressive Verhalten legt sich meistens nach 2-3 Tagen wieder und sie ist dann wieder ganz die alte.